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SPD Philippsburg: Wir in Philippsburg

Standortfrage Konverter

Kommunalpolitik

Aleae iactae sunt – Man kann den Eindruck bekommen, dass bei der Suche nach einem geeigneten Konverterstandort die Würfel schon längst gefallen sind.

Die TransnetBW hat in der öffentlichen Informationsveranstaltung zum Projekt ULTRANET in Philippsburg am 5. Juni 2014 mehrfach betont, dass man in der Planungsphase des Projekts mit den betroffenen Gemeinden in engem Dialog stehen möchte, um deren Belange bei der Realisierung mit in Betracht zu ziehen. Auch in einem weiteren Gespräch zwischen TransnetBW und der SPD Philippsburg wurde betont, dass man Vorschläge, die Seitens der Bürger zum Konverterstandort gemacht werden, in die Prüfung mit einbeziehen wird. Die SPD Fraktion hat ihre Unterstützung bei der Standortsuche angeboten und dies ausdrücklich unter fachlichen Aspekten hinsichtlich der Realisierbarkeit für die TransnetBW. Es wurde seitens der TransnetBW zugesagt, dass man den bisherigen Radius von 10 km um den Standort KKP herum dahingehend ausweiten wird, wie es unser Vorschlag war, nämlich eine Ausweitung der Fläche Richtung Norden als Ellipse mit einer  längsten Ausdehnung von 40 km. Die dahinter liegende Überlegung war und ist, dass es entlang der bestehenden 380 kV Trasse von Mannheim Wallstadt nach Philippsburg noch weitere technisch und wirtschaftlich geeignete Standorte für einen Konverter gibt, die aber in der Überlegung der TransnetBW nach unserem heutigen Informationsstand nicht in Betracht gezogen wurden.
 
Zur weiteren Unterstützung seitens der SPD wurden von der TransnetBW Unterlagen versprochen, um unsere Vorschläge weiter konkretisieren zu können, die wir bis dato nicht erhalten haben. Wird hier eine Beteiligung nur vorgetäuscht, um die Gemüter zu beruhigen und damit man den Eindruck haben könnte, dass man Einfluss nehmen kann? Sind die Planungsarbeiten vielleicht doch schon weiter, als man gegenüber der Öffentlichkeit zugibt? Wie sollte man das Ergebnis der neuesten Raumwiderstandsanalyse zur Standortbewertung für einen Konverter verstehen, bei dem nunmehr nur noch von 6 Standorten, die näher untersucht werden sollen, die Rede ist. Alle sechs Standorte sind aus der Liste der ursprünglich 21 potenziellen Standorte der TransnetBW. Es wird auch nicht mit einen Wort auf mögliche weitere Standortuntersuchungen eingegangen, die von der SPD vorgeschlagen wurden.
 
Alle von uns gemachten Vorschläge sind technisch und auch finanziell realisierbar und würden nicht zu einer zusätzlichen Belastung der Bevölkerung führen. In wie weit man eine Untersuchung unserer vorgeschlagenen Standorte seitens der TransnetBW ins Auge fasst, wird auch ein Indikator dafür sein, wie glaubhaft die Versprechen sind, man wolle eine einvernehmliche Lösung aller Beteiligten finden - „Sind die Würfel schon gefallen?“

K. Baumann

 
 

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