22.07.2020 in Gemeinderatsfraktion

Keine Erhöhung der Kitagebühren in der Krise!

 

Die Corona-Krise trifft unsere gesamte Wirtschaft hart. Auch die Kommunen sind davon stark belastet. Unsere Stadt muss, wie viele andere Kommunen auch, Einnahmen und Ausgaben noch genauer unter die Lupe nehmen. Was wir trotz der finanziellen Belastung nicht tun dürfen, ist diese Belastung den schwächeren in unserer Gesellschaft aufzubürden. Gerade Eltern sind bisher in der Corona-Krise zusätzlichen Belastungen ausgesetzt gewesen. Eine Erhöhung der Kita-Gebühren in Philippsburg darf unserer Meinung nach den Familien deshalb nicht zugemutet werden. Die SPD-Fraktion Philippsburg plädiert ebenfalls für die Aussetzung einer Erhöhung der Kita-Gebühren. Die SPD-Fraktion hat außerdem diesen Antrag gestellt, den Ihr unten einsehen könnt. Die Landesregierung muss endlich die Gebührenfreiheit einführen!

Jonas Arbogast

 

Antrag aus der Gemeinderatssitzung vom 21.07.2020:

Kitagebühren abschaffen – Gute Bildung fängt in der Kita an!!

Eine gebührenfreie Kita ist gut für unsere Kinder, unsere Familien und unser Land. Der Besuch eine Kita und die Betreuung in der Kindertagespflege kosten Familien hier in Baden-Württemberg oft mehrere hundert Euro pro Kind und Monat!

Eine Abschaffung der Gebühren wird Familien effektiv entlasten - im Moment ein gewichtiges Argument zu Zeiten von Corona. Aber auch ohne Corona hilft dies sowohl Familie als auch Staat nicht zuletzt durch Förderung der Kaufkraft.

Es ist wichtig, dass wir gleiche Lebensverhältnisse in Stadt und Land haben. Es darf somit auch nicht vom Wohnort abhängen, ob der Besuch einer Kita etwas kostet oder nicht. Selbst hier in den Nachbargemeinden gibt es deutliche Unterschiede bei den Beiträgen. ( zB PH ab 117, Oha ab 96 Euro, deutlichere Unterschiede in den VÖGruppen)

Mit und durch die Unterstützung des Landes wird es auch kleineren und finanzschwächeren Kommunen möglich, beitragsfreie Kinderbetreuung zu gewähren. Wir fordern daher das Land auf, die Kommunen finanziell so auszustatten, dass wir nicht weiter einen Flickenteppich bei den Gebühren haben, sondern endlich die KitaGebühren abschaffen können.

Mit freundlichen Grüßen

Jasmine Kirschner

Fraktionsvorsitzende der SPD

20.07.2020 in Aktuelles

Gemeinsam radeln für mehr Sicherheit

 
 

Viele interessierte Radfahrerinnen und Radfahrer sind der Einladung der SPD Oberhausen-Rheinhausen gefolgt und trafen sich am Samstag, dem 18.Juli, im Hof von W&S zu einer Informationsfahrt bezüglich des Radweges bis zum Kreisel nach Philippsburg.  
Die SPD Philippsburg stieß zur Unterstützung des Anliegens am Kreisel zwischen Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen hinzu. 
Gemeinsam ging es dann wieder Richtung Oberhausen-Rheinhausen. Abermals wurde ein Zwischenstopp eingelegt, bei dem die Geschichte der bisherigen Versuche, einen Radweg entlang der Kreisstraße zu errichten, nochmal in das Gedächtnis der Mitfahrer gerufen wurde. 
2019 beschloss der Gemeinderat in Oberhausen-Rheinhausen die Erstellung eines Radwegekonzeptes für die Gemeinde. Mit dieser Maßnahme und der Unterstützung vieler Interessierter soll es nun im dritten Anlauf gelingen, einen Radweg entlang der Kreisstraße  zu realisieren. 
Radwege entlang von Straßen bieten vor allem  im  Winter, bei Dunkelheit und schlechten Wetterverhältnissen mehr Sicherheit als  Radwege abseits von Straßen.
Wir als SPD Philippsburg unterstützen den Wunsch nach einer sicheren Radverbindung entlang der Straße.
Deshalb weisen wir auch die Philippsburger Bürgerinnen ind Bürger darauf hin, dass am 27.Juli um 17:30 Uhr in der Tulla-Halle eine Gemeinderatssitzung stattfindet, in der das Radwegekonzept Thema sein wird. Mit der Anwesenheit vieler Zuhörer dort kann auf die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Themas hingewiesen werden.

25.05.2020 in Gemeinderatsfraktion

Aus dem Gemeinderat

 

Auch die SPD Fraktion freut sich über das Projekt „Seniorenwohnen in Huttenheim“ und begleitet dieses Vorhaben positiv.

Eine Chance für Huttenheim, auch älteren Einwohnern altersgerechtes Wohnen anbieten zu können. Des Weiteren ist erfreulich, dass der Ortskern in Huttenheim in einem Gesamtkonzept entwickelt werden soll.

Das alte Rathaus soll mit in die Planungen einbezogen werden, ein Cafe und eine Tagespflege sollen ebenfalls entstehen.

Wichtig für die Zukunft ist, dass den Vereinen, welche zurzeit das Rathaus für Proben nutzen, weiterhin Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können.

Um das Ganze bürgernah zu gestalten, ist es wünschenswert,  Anregungen der Huttenheimer Bürger in die Planungen mit aufzunehmen.

Man kann gespannt sein, wie die Nutzung des alten Rathauses mit eingebunden wird.

SPD Fraktion

Birgit Westermann

08.05.2020 in Aktuelles

75 Jahre Kriegsende - 75 Jahre Frieden in Europa

 

Am 08.05.1945 endete in Europa der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reichs. Für die Menschen in Philippsburg, Deutschland und ganz Europa bedeutete dieser Tag das Ende einer langen Leidenszeit. Fast 6 Jahre Krieg mit Angst, Trauer und Tod. Über 12 Jahre Unterjochung durch ein rassistisches und menschenverachtendes System. Dieser Tag beendete die grausame Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten und viele Menschen waren einfach nur froh darüber, dass es vorbei war.

Doch in die Hoffnung nach einem Neuanfang mischten sich auch große Sorgen. Wie werden wohl die Alliierten mit uns umgehen? Werde ich meinen Mann, meinen Vater oder Bruder je wiedersehen?

Und für diejenigen, die den Krieg nur als Kinder erlebten stellte sich später die Frage: Welche Rolle spielten meine Eltern in dieser furchtbaren Zeit? Waren sie Verfolgte des Regimes? Waren sie Mitläufer, die nichts vom systematischen Massenmord an für minderwertig befundenen Menschen gewusst haben? Oder waren sie gar Unterstützer und Täter?

Für die Generationen, die den Krieg glücklicherweise nie erleben mussten, sind solche Fragen weit von der Realität entfernt. Wir leben heute in einem für uns selbstverständlichen Frieden, in dem Deutschland ein anerkanntes Mitglied der internationalen Gemeinschaft ist. Wir leben in einer vermeintlich stabilen Demokratie, die Menschen- und Bürgerrechte achtet und schützt. Unterdrückung, Verfolgung, Zerstörung und Tod sind für uns keine alltäglichen Erlebnisse.

75 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Lange genug um zu vergessen, was einst traurige Realität war. Lange genug, dass einige Menschen einen Schlussstrich unter das ziehen wollen, was passiert ist. Man will nicht mehr daran erinnert werden, welche Taten damals begangen wurden, schließlich trifft einen selbst keine Schuld.

Wer sich nicht erinnert, der vergisst. Wenn wir uns nicht an die schreckliche Zeit der Naziherrschaft, des Krieges und des Holocausts erinnern würden, dann würden die Opfer in Vergessenheit geraten. Die Opfer, die damals überall auf der Welt sinnlos ihr Leben lassen mussten. Und wir würden den langen Weg aus den Augen verlieren, den die Menschen gehen mussten, um aus einem zerbombten, geteilten und verhassten Deutschland ein demokratisches, vereinigtes und beliebtes Deutschland zu formen.

Die Werte unserer Freiheit werden heute leider immer mehr attackiert. Faschisten sitzen im Land- und Bundestag. Sie sprechen davon, dass der „Schuldkult des deutschen Volkes“ ein Ende haben muss. Doch sie verstehen nicht, worum es geht. Die meisten Täter sind lange tot. Die Wenigsten von uns haben den Krieg noch am eigenen Leib erlebt. Niemanden aus den Nachkriegsgenerationen trifft eine Schuld an dem, was passiert ist. Doch wir sind dafür verantwortlich, dass es nie wieder geschieht. Wir sind dafür verantwortlich niemals zu vergessen.

Jonas Arbogast

1.Vorsitzender

Leider konnte aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus keine Veranstaltung zum Tag der Befreiung stattfinden. Daher haben die SPD Philippsburg sowie BürgerInnen aus Philippsburg ihr Gedenken in anderer Form zum Ausdruck gebracht. Die Plakate und Kerzen erinnern daran, dass der Frieden ein kostbares Gut ist und mahnen uns, auch in Zukunft die Stimme gegenüber Faschisten zu erheben. 

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